Kirchenaustritt Schweiz kostenlos online als PDF erstellen

Einfach Formular ausfüllen und damit sicherstellen, dass deine Austrittserklärung vollständig ist.
Deine Austrittserklärung wird als PDF generiert. Sie ist perfekt als Brief geeignet (auch mit Brieffenster).
Die PDF musst du nun einfach ausdrucken, unterschreiben und abschicken oder abgeben.

Vorlage für den Kirchenaustritt:

Ein Kirchenaustritt kann verschiedene Gründe haben. Meist treten Menschen aus, weil sich Ihre Ansicht zur Institution Kirche ändert oder weil sie nicht mehr an Gott glauben. Andere wollen ihr Geld lieber für paritätische Zwecke ausgeben. Das Recht zum Kirchenaustritt ist im Art. 15 der Bundesverfassung festgeschrieben. Jede Person hat das Recht, Glauben und Religionsgemeinschaft frei zu wählen. Aus der Kirche austreten ist grundsätzlich unkompliziert, muss jedoch schriftlich erfolgen. Sie finden auf dieser Seite ein Formular zum Ausfüllen, das den Vorgang noch einfacher macht. Das Schreiben ist für alle drei Religionsgemeinschaften in der Schweiz gültig. Was Sie dabei beachten sollten, können Sie in den unten stehenden FAQ nachlesen.

Beispiel für einen Kirchenaustritt:

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Allgemeine Fragen zum Kirchenaustritt:

Den Kirchenaustritt müssen Sie schriftlich bei der Kirchgemeinde einreichen. Dabei sind Sie nicht verpflichtet Gründe für den Austritt aus der Kirche anzugeben. Verlangen Sie in Ihrem Schreiben, dass alle personenbezogenen Daten gelöscht werden. Empfehlenswert ist ein Einschreiben mit Rückschein. Wenn Sie mit anderen Familienmitgliedern gemeinsam austreten, müssen alle (ab 16 Jahren) den Brief unterschreiben. Vergessen Sie in dem Fall bitte nicht, alle Namen aufzulisten.
Die Austrittserklärung geht an die Kirchgemeinde oder an das Pfarramt. Letztendlich hängt dies von der Organisation der Kirchengemeinde ab. Prüfen Sie am besten online, wie Sie die Verwaltung Ihrer Kirchengemeinte postalisch erreichen.
In einigen Kantonen wird eine notariell beglaubigte Austrittserklärung verlangt. Diese muss die Kirchengemeinde innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt Ihres ersten Schreibens einfordern. Der Austritt erfolgt zum Datum des ersten Schreibens hin. Sie sind ab diesem Zeitpunkt von der Kirchensteuer befreit. Genaue Informationen zu der Frage, ob eine notarielle Beglaubigung nötig ist, finden Sie auf der Seite Ihrer Kirchengemeinde.
In einigen Kantonen wird eine notariell beglaubigte Austrittserklärung verlangt. Diese muss die Kirchengemeinde innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt Ihres ersten Schreibens einfordern. Der Austritt erfolgt zum Datum des ersten Schreibens hin. Sie sind ab diesem Zeitpunkt von der Kirchensteuer befreit. Genaue Informationen zu der Frage, ob eine notarielle Beglaubigung nötig ist, finden Sie auf der Seite Ihrer Kirchengemeinde.
Wenn Sie aus der Kirche austreten, hat dies einerseits steuerrechtliche, andererseits lebenspraktische Folgen für Sie. Als Mitglied einer der drei Landeskirchen (römisch-katholisch, evangelisch-reformiert, christkatholisch) bezahlen Sie jährlich einen bestimmten Beitrag an Kirchensteuern. Treten Sie aus einer dieser Kirchen aus, fällt die Kirchensteuer weg. Als Folge können Sie bei Angelegenheiten Ihrer Kirchengemeinde nicht mehr abstimmen oder wählen.
Der Austritt gilt übrigens international. Sie müssen, bei einem Umzug ins Ausland, nicht erneut austreten. Es reicht, wenn Sie bei der Anmeldung angeben, dass Sie konfessionslos sind. Anders ist dies, wenn Sie explizit nur einen Austritt aus der Schweizer Landeskirche erklären. Dann gelten Sie im Ausland als Kirchenmitglied mit allen Rechten und Pflichten. Dies wird aber erst bei einem Wegzug aus der Schweiz relevant.
Nachdem Sie aus der Kirche ausgetreten sind, fallen einige „Dienstleistungen“ der Kirche weg. Dazu gehört beispielsweise die kirchliche Trauung. Einige Kirchengemeinden sind jedoch gesprächsbereit, wenn Sie konfessionslos sind und ihr christlicher Partner in der Kirche heiraten möchte. Auch eine Beerdigung mit einer kirchlichen Trauerfeier erhalten Sie nicht mehr. Gemeinden suchen in diesen Fällen jedoch das Gespräch mit den Verbliebenen. Ist diesen eine kirchliche Zeremonie wichtig und der Verstorbene hat keine Wünsche zur Beerdigung hinterlassen, übernehmen Kirchengemeinden in der Regel die Trauerfeier.
Am schwersten für viele: nicht mehr Gotte oder Götti sein können. Von Taufpaten wird bei der Taufe verlangt, dass Sie dabei helfen, das Kind nach christlichen Werten aufzuziehen. Die Kirche nimmt an, dass Sie dies als konfessionsloser Mensch nicht erfüllen werden. Ob Gotte oder Götti werden dennoch möglich ist, entscheiden die Kirchengemeinden im jeweiligen Kanton. In manchen Fällen gibt es die Möglichkeit statt Taufpate Taufzeuge zu werden. Taufzeugen müssen nicht geloben, das Kind angelehnt ans Christentum zu erziehen.
Wenn Sie Kinder haben oder demnächst welche planen, werden diese nur ausnahmsweise getauft. Hier müssen Sie sich auf lange Gespräche mit der Kirchengemeinde gefasst machen. Anders steht der Fall, wenn Ihr Kind in der Schule ist und den Wunsch äussert, der Kirche beizutreten. Hier reicht das Einverständnis der Eltern, auch wenn diese konfessionslos sind.
Bis vor einigen Jahren war es zudem möglich „still“ aus der Kirche auszutreten. Bei einem Umzug in eine andere Wohngemeinde war es ausreichend, sich als konfessionslos anzumelden. Dies funktioniert mit der Einführung des Registerharmonisierungsgesetzes (2008) nicht mehr, da die Gemeinden seither die Daten der Gläubigen untereinander austauschen.