Kündigung in der Schwangerschaft

Kündigung & Arbeitsschutz während der Schwangerschaft

Schwangere Arbeitnehmerinnen sind in der Schweiz gut geschützt. Es empfieht sich jedoch einige Dinge zu beachten, um bei der Mutterschaftsversicherung nicht benachteiligt zu werden.

Wir haben die wichtigsten Fragen zusammengefasst, die sich bei der Schwangerschaft stellen:

Wann muss ich die Schwangerschaft bekannt geben?

Hier gibt es keine gesetzliche Vorschrift oder Frist. Dennoch sollte man dem Arbeitgeber frühzeitig bescheid geben, damit dieser den Ersatz während der Schwangerschaft früh genug vorausplanen kann. Zudem schadet es nicht, ein gutes Verhältnis zum Chef beizubehalten um ggf. eine Lösung zu finden wie es nach dem Mutterschaftsurlaub weitergeht.

Vorsicht ist jedoch geboten, wenn der Arbeitgeber darauf drängt zu kündigen oder einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben.

Wie verhält sich der Kündigungsschutz in der Schwangerschaft?

Der Kündigungsschutz für Arbeitnehmerinen in der Schwangerschaft gilt nur für unbefristete Arbeitsverträge nach der Probezeit. Bei wichtigen Gründen oder im gegenseitigen Einvernehmen ist eine fristlose Kündigung allerdings weiterhin möglich.

Während der Schwangerschaft ist es dem Arbeitgeber grundsätzlich nicht möglich zu kündigen. Sollte er dies dennoch tun, so ist die Kündigung nichtig. Er muss also warten, bis der Mutterschutz vorüber ist und wiederholt kündigen.

Sollte eine Kündigung vor der Schwangerschaft seitens des Arbeitgebers ausgesprochen werden und die Arbeitnehmerin wird während der Kündigungsfrist schwanger, so „pausiert“ die Kündigungsfrist. Die verbleibende Kündigungsfrist tritt in diesem Fall 16 Wochen nach der Geburt wieder ein. Wichtig ist hierbei, dass es keine Rolle spielt zu welchem Zeitpunkt der Arbeitgeber von der Schwangerschaft erfahren hat, sondern wann diese eingetreten ist.

Dies wird durch das Obligationsrecht geregelt (Art. 336c).

Wann kündigen, wenn ich nach der Schwangerschaft nicht mehr arbeiten möchte?

Für den Anspruch auf die gesetzliche Mutterschaftsversicherung, sollte nicht vor der Geburt gekündigt werden. Es ist zu empfehlen auf Ende dieser Schonzeit zu kündigen. Diese beträgt 16 Wochen nach der Geburt.

Für eine Kündigung kann z.B. unsere Vorlage zur Kündigung des Arbeitsvertrag verwendet werden.

Überstunden während der Schwangerschaft

Laut Art. 35 und 35a ArG werden schwangere vom Gesetz zudem geschützt nicht zuviel arbeiten zu müssen. Die Arbeitszeit darf nicht über die vereinbarte ordentliche Arbeitszeit hinausgehen. Keinesfalls darf der Arbeitgeber eine schwangere Frau zwingen mehr als 9 Stunden am Tag zu arbeiten.

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